Drei verschiedene Steine neben einer Lupe auf warmem, bernsteinfarbenem Hintergrund

Einen Stein zu bestimmen läuft darauf hinaus, ein paar Hinweise zu lesen: seine Farbe, die Größe der Körner, wie hart er ist, wie er bricht und wie er das Licht reflektiert. Arbeite sie der Reihe nach ab, und die meisten gängigen Steine ordnen sich von selbst ein. So machst du es von Hand, und so kürzt du den ganzen Vorgang mit deinem Handy ab.

Beginne mit den drei Gesteinsfamilien

Jeder Stein ist magmatisch, sedimentär oder metamorph, und zu wissen, welche Familie du in der Hand hältst, grenzt die Sache schnell ein.

Magmatische Gesteine sind aus geschmolzenem Gestein abgekühlt und sehen oft kristallin oder glasig aus (Granit, Basalt). Sedimentäre Gesteine entstanden aus Sedimentschichten und zeigen oft Körner, Schichten oder Fossilien (Sandstein, Kalkstein). Metamorphe Gesteine wurden durch Hitze und Druck umgeformt und zeigen oft eine Bänderung oder einen Schimmer (Gneis, Schiefer, Marmor). Die vollständige Übersicht findest du in unserem Ratgeber zu den Gesteinsarten.

Achte auf Farbe und Korn

Die Farbe ist ein erster Hinweis, keine Antwort, da dasselbe Mineral in vielen Farben vorkommen kann. Nützlicher ist die Korngröße: Kannst du einzelne Kristalle oder Körner erkennen, oder ist der Stein glatt und einheitlich? Grobe Körner deuten auf langsames Abkühlen oder grobes Sediment hin; eine feine, gleichmäßige Textur deutet auf schnelles Abkühlen oder feinen Schlamm hin.

Prüfe die Härte

Die Härte ist einer der zuverlässigsten Tests. Kannst du den Stein mit einem Fingernagel, einer Kupfermünze oder einem Stahlmesser ritzen? Wo er auf der Mohsschen Skala von 1 bis 10 liegt, schließt ganze Mineralgruppen ein oder aus. Lerne in unserem Ratgeber zur Mohsschen Härteskala, wie du den Test durchführst.

Prüfe Glanz, Strichfarbe und Bruch

Der Glanz beschreibt, wie die Oberfläche das Licht reflektiert: metallisch, glasig, perlmuttartig oder matt. Die Strichfarbe ist die Farbe des Pulvers, das der Stein auf einer unglasierten Fliese hinterlässt, oft anders als die Oberflächenfarbe. Und auch wie er bricht ist wichtig: saubere, flache Flächen (Spaltbarkeit) gegenüber gekrümmten oder unregelmäßigen Brüchen weisen auf unterschiedliche Mineralien hin.

Der schnelle Weg: einen Stein per Foto bestimmen

Jeden Test von Hand durchzuarbeiten ist lohnend, aber langsam. Rock Identifier: GeoLens erledigt es in Sekunden: Mach ein Foto, und die App liefert die wahrscheinlichste Bestimmung mit einem Konfidenzwert und danach ein vollständiges Profil mit Art, Härte, Zusammensetzung und Wert.

Du willst gezielt einen Kristall oder ein Mineral bestimmen? Dafür haben wir ebenfalls eigene Ratgeber.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der einfachste Weg, einen Stein zu bestimmen?
Fotografiere ihn mit Rock Identifier: GeoLens für eine sofortige Bestimmung, oder prüfe von Hand vier Dinge der Reihe nach: Korngröße, Härte (der Ritztest), Glanz und wie er bricht.
Kann man einen Stein allein an der Farbe bestimmen?
Nein. Die Farbe ist nur ein erster Hinweis, weil dasselbe Mineral in vielen Farben vorkommt. Kombiniere sie immer mit Härte, Textur und Glanz.
Wie erkenne ich, welche Gesteinsart ich habe?
Entscheide, ob es magmatisch (kristallin oder glasig), sedimentär (Körner, Schichten oder Fossilien) oder metamorph (Bänderung oder ein Schimmer) ist. Unser Ratgeber zu den Gesteinsarten führt durch jede einzelne.

Schluss mit dem Rätseln, bestimme es in Sekunden mit GeoLens.